Wie erhalten Sie Ihre Förderung?

Die Förderung für die Telematikinfrastruktur kann online beim Nacht- und Notdienstfonds des DAV e. V. beantragt werden. Der TI-Antrag muss nicht postalisch an den NNF gesandt werden.

Unter folgendem Link können Sie den Antrag stellen:  
https://www.dav-notdienstfonds.de/ti-themen/antrag-erstattungen/

Anträge können erst nach erfolgter technischer Inbetriebnahme der TI-Komponenten gestellt werden.

Der Nachweis für die technische Inbetriebnahme kann in Form einer Selbsterklärung erfolgen.

Die technische Inbetriebnahme ist abgeschlossen, wenn

  • die erforderlichen, seitens der gematik zugelassenen Komponenten der Telematikinfrastruktur in der Apothekenbetriebsstätte angeschlossen sind,
  • die SMC-B-Smartcard vorliegt,
  • die Verbindung zur zentralen Telematikinfrastruktur hergestellt und
  • die entsprechenden Module für die Fachanwendungen Elektronischer Medikamentationsplan in der Apothekensoftware betriebsbereit sind


Weitere Informationen finden Sie auch unter:
https://www.dav-notdienstfonds.de/ti-themen/antrag-erstattungen/erlaeuterungen-antragstellung-ti-kostenerstattung/

Im Folgenden erhalten Sie einen Überblick über den Umfang der Förderung:

     

Ausstattungs-/ Einrichtungspauschalen (einmalig)

Erstausstattungsbundle und Aufwandspauschale für 3.032,00 EUR*
bestehend aus:

  • 1 Stück eHealth-Konnektor, inklusive zugehöriger gSMC-K Smartcard
  • 1 Stück gSMC-KT Smartcard
  • 2 Stück stationäre eHealth-Kartenterminals (KT)
  • Startpauschale (70 %)  für Installation und Schulung 896,00 EUR*
  • Apothekenstartpauschale (30%)  für installationsbedingte Ausfallzeiten/sonstige Abwicklungsaufwände 384,00 EUR*

* Die vorgenannten Pauschalen sind umsatzsteuerfrei


Zusatzausstattung Stationäres eHealth-Kartenterminal (sKT) für 450,00 EUR* je zusätzlichem KT

*Details zur Förderung zusätzlicher Kartenleseterminals finden Sie unten auf dieser Seite unter der Überschrift „Erläuterung zur Förderung zusätzlicher eHealth-Kartenterminals".

 

Betriebskostenpauschale (einmalig)

  • SMC-B-Smartcard für 378,15 EUR*
    kumuliert als Einmalzahlung für 5 Jahre
  • HBA-Smartcard  für 449,00 EUR*
    kumuliert als Einmalzahlung für 5 Jahre

* Die vorgenannten Pauschalen sind umsatzsteuerfrei

Betriebskostenpauschale (quartalsweise)

Betriebskostenpauschale für 210,00 EUR*
für den

  • Zugang zur Telematikinfrastruktur mittels VPN-Zugangsdienst,
  • Betrieb  des  eHealth-Konnektors,  inklusive  Wartung,  Support,  Updates  und  Konfiguration  sowie  Erhalt  der  Funktionsfähigkeit  der gSMC-K,
  • Betrieb der stationären eHealth-Kartenterminals, inklusive Wartung, Support, Updates und Konfiguration sowie Erhalt der Funktionsfähigkeit der gSMC-KT Smartcards

* Die vorgenannten Pauschalen sind umsatzsteuerfrei

Die quartalsweise Betriebskostenpauschale reduziert sich im ersten Quartal der technischen Inbetriebnahme um ein Drittel für jeden vollen Monat, in dem die Apotheke nicht an die Telematikinfrastruktur angeschlossen und das entsprechende Modul für die Fachanwendung in der Apothekensoftware nicht betriebsbereit ist.

Erläuterung zur Förderung zusätzlicher eHealth-Kartenterminals

Die größenabhängige Ausstattung mit stationären Kartenterminals der Apothekenbetriebsstätte wird auf der Basis der Anzahl der abgegebenen Packungen von Fertigarzneimitteln zur Anwendung bei Menschen, die zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung abgegeben werden und der Preisbindung der Arzneimittelpreisverordnung unterliegen und im Rahmen der Umsetzung des Apothekennotdienstsicherstellungsgesetzes (ANSG) jährlich  abgegeben wurden (GKVRx), wie folgt berechnet:

Packungsabgabemengen (GKVRx)  |  KT-Basisausstattung  |  KT-Zusatzsausstattung  |  KT-Gesamt
0 - 19.999   2   0   2
20.000 - 39.999   2   2   4
40.000 - 79.999   2   4   6

 

Die größenabhängige Ausstattung mit stationären Kartenterminals ist grundsätzlich auf 6 Kartenterminals begrenzt. Sollte ab einer Packungsabgabemenge von 80.000 abgerechneten GKVRx-Packungen  eine darüberhinausgehende Ausstattung mit stationären Kartenterminals erforderlich sein, ist dies mit geeigneten Unterlagen gegenüber der Abrechnungsstelle im Einzelfall zu beantragen. Die diesbezügliche Entscheidung steht im Ermessen des DAV. Mehr als 10 Kartenlesegeräte pro Apothekenbetriebsstätte werden jedoch nicht finanziert.

Erklärungen zu hier verwendeten Fachausdrücken und Abkürzungen finden Sie in unserem Glossar