Welche Förderungen erhalten die Apotheken?

Durch die Einführung der Telematikinfrastruktur entsteht ein geschütztes Netzwerk im Gesundheitswesen, in dem alle Leistungserbringer sicher miteinander vernetzt sind. Die damit einhergehende Digitalisierung im Gesundheitsmarkt wird finanziell unterstützt und durch klare Förderungsrichtlinien bestimmt. Für die Finanzierung der für die Apotheker nötigen Anschaffungen haben sich der Deutsche Apothekerverband (DAV) und der GKV-Spitzenverband auf diverse Pauschalen und Zahlungen geeinigt.

Im Folgenden haben wir für Sie die wichtigsten Informationen aus der Fördervereinbarungen zwischen dem DAV und dem GKV-Spitzenverband zusammen getragen.

Die größenabhängige Ausstattung der Apothekenbetriebsstätte mit stationären Kartenterminals ist grundsätzlich auf 6 Kartenterminals begrenzt. Sollte ab einer Packungsabgabemenge von 80.000 abgerechneten GKVRx-Packungen  eine darüberhinausgehende Ausstattung mit stationären Kartenterminals erforderlich sein, ist dies mit geeigneten Unterlagen gegenüber der Abrechnungsstelle im Einzelfall zu beantragen. Die diesbezügliche Entscheidung steht im Ermessen des DAV. Mehr als 10 Kartenlesegeräte pro Apothekenbetriebsstätte werden jedoch nicht finanziert.

Die Vertragspartner gehen übereinstimmend davon aus, dass die Anzahl der stationären Kartenterminals auf Grundlage der von der Abrechnungsstelle an den GKVSpitzenverband übermittelten Berechnungsgrundlage insgesamt nicht mehr als 80.000 Stück betragen wird.

Bei einem Inhaberwechsel kann auf die Daten des alten Inhabers zurückgegriffen werden.

Im Falle von Neueröffnungen kann aufgrund fehlender Packungsdaten keine Hochrechnung durch die Abrechnungsstelle erfolgen. In diesem Fall erhält die Apothekenbetriebsstätte zunächst die Basisausstattung. Sollte eine darüberhinausgehende Ausstattung mit stationären Kartenterminals erforderlich sein, ist dies mit geeigneten Unterlagen gegenüber der Abrechnungsstelle im Einzelfall zu beantragen. Die Entscheidung darüber liegt im Ermessen des DAV.

     

Ausstattungs-/ Einrichtungspauschalen (einmalig)

Erstausstattungsbundle und Aufwandspauschale für 3.032,00 EUR*
bestehend aus:

  • 1 Stück eHealth-Konnektor, inklusive zugehöriger gSMC-K Smartcard
  • 1 Stück gSMC-KT Smartcard
  • 2 Stück Stationäres eHealth-Kartenterminal (KT)
  • Startpauschale (70 %)  für Installation und Schulung 896,00 EUR*
  • Apothekenstartpauschale (30%)  für installationsbedingte Ausfallzeiten/sonstige Abwicklungsaufwände 384,00 EUR*

* Die vorgenannten Pauschalen sind umsatzsteuerfrei


Zusatzausstattung Stationäres eHealth-Kartenterminal (sKT) für 450,00 EUR* je zusätzlichem KT

*Details zur Förderung zusätzlicher Kartenleseterminals finden Sie unten auf dieser Seite unter der Überschrift „Erläuterung zur Förderung zusätzlicher eHealth-Kartenterminals".

 

Betriebskostenpauschale (einmalig)

  • SMC-B-Smartcard für 378,15 EUR*
    kumuliert als Einmalzahlung für 5 Jahre
  • HBA-Smartcard  für 449,00 EUR*
    kumuliert als Einmalzahlung für 5 Jahre

* Die vorgenannten Pauschalen sind umsatzsteuerfrei

Betriebskostenpauschale (quartalsweise)

Betriebskostenpauschale für 210,00 EUR*
für den

  • Zugang zur Telematikinfrastruktur mittels VPN-Zugangsdienst,
  • Betrieb  des  eHealth-Konnektors,  inklusive  Wartung,  Support,  Updates  und  Konfiguration  sowie  Erhalt  der  Funktionsfähigkeit  der gSMC-K,
  • Betrieb der stationären eHealth-Kartenterminals, inklusive Wartung, Support, Updates und Konfiguration sowie Erhalt der Funktionsfähigkeit der gSMC-KT Smartcards

* Die vorgenannten Pauschalen sind umsatzsteuerfrei

Die quartalsweise Betriebskostenpauschale reduziert sich im ersten Quartal der technischen Inbetriebnahme um ein Drittel für jeden vollen Monat, in dem die Apotheke nicht an die Telematikinfrastruktur angeschlossen und das entsprechende Modul für die Fachanwendung in der Apothekensoftware nicht betriebsbereit ist.

Erläuterung zur Förderung zusätzlicher eHealth-Kartenterminals

Die größenabhängige Ausstattung mit stationären Kartenterminals der Apothekenbetriebsstätte wird auf der Basis der Anzahl der abgegebenen Packungen von Fertigarzneimitteln zur Anwendung bei Menschen, die zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung abgegeben werden und der Preisbindung der Arzneimittelpreisverordnung unterliegen und im Rahmen der Umsetzung des Apothekennotdienstsicherstellungsgesetzes (ANSG) jährlich  abgegeben wurden (GKVRx), wie folgt berechnet:

Packungsabgabemengen (GKVRx)  |  KT-Basisausstattung  |  KT-Zusatzsausstattung  |  KT-Gesamt
0 - 19.999   2   0   2
20.000 - 39.999   2   2   4
40.000 - 79.999   2   4   6

 

Erklärungen zu hier verwendeten Fachausdrücken und Abkürzungen finden Sie in unserem Glossar